Der

Kölner Dom

Eine Inspiration im Maßstab 1:50

Modellbau

Von

Sebastian Mikacs

Die Kathedrale

Architektur

Der Kölner Dom ist eine gotische Kathedrale. Sie entstand im 13. Jahrhundert und wurde durch den damaligen Bauherren Meister Gerhard geplant und errichtet. Viel ist über diesen Mann nicht bekannt, die Archive der Dombauhütte wurden 1794 von den Franzosen abtransportiert und gelten seither als verschollen. Was man jedoch über diesen Mann sagen kann, er beherrschte sein Handwerk und hat die damalige Architektur (die Gotik) perfektioniert. Der sogenannte Fassadenriss-F zeigt en détail die Westfassade des Domes und lässt einenen Einblick über die absolute Dettailgenauigkeit mitsamt seiner Verzierungen zu. Durch die lange Bauzeit von über 632 Jahren finden sich auch Facetten der Neugotik, welche eine stilistische Wiederbelebung der Gotik ist, wider.

Modellbau

Der Modellbau der Kathedrale weist, wie das Original, viele verschiedene Kernelemente der gotischen Baukunst auf. Im Modell erfüllen sie jedoch eine andere Funktion als beim Original:
  • Fiale
    Fialen sind in der Gotik schlanke Turmabschlüsse. Im Modellbau wurden sie durch Spitzen symbolisiert, welche in die Höhe ragen.

  • Obergaden
    Obergaden sind Wände durchbrochen von großen Fensterflächen. Sie sind ein charakteristisches Element der gotischen Architektur und zeigen die fortschrittlichen Bautechniken der damaligen Zeit. Ohne Strebepfeiler und Strebewerke wäre die Statik nicht gewährleistet.

  • Strebepfeiler
    Im Modellbau fixieren die Strebepfeiler die Wände am Boden, um deren Stabilität zu gewährleisten. Um die Aufnahme von Feuchtigkeit zu reduzieren, wurden Teerstreifen am Boden angebracht, auf denen die Pfeiler befestigt wurden.

  • Strebewerk
    Das Strebewerk bring die Strebepfeiler und Wände ins Lot. Jeder Pfeiler verfügt über zwei Streben, die sowohl die vertikale als auch die horizontale Stabilität des Modellbaus gewährleisten.

  • Domplombe
    Die Domplombe ist kein gotisches dafür aber ein spezifisches Bauelement des Kölner Domes. Sie kennzeichnet die Zerstörung des zweiten Weltkrieges und symbolisiert den Mut der Kölner Bevölkerung den Dom vor dem Einsturz zu bewahren.

Inspiration

Das Projekt um den Modellbau trägt den Titel "Der Kölner Dom - Eine Inspiration im Maßstab 1:50". Es wurde als Inspiration bezeichnet, da es auf der Grundsubstanz des Kölner Domes basiert, jedoch in eine eigene Form überarbeitet wurde. So weist der Modellbau weniger Fenster, Strebepfeiler und Strebebögen wie das Original auf. Die komplizierten und aufwändigen Muster, Verzierungen und Statuen wurden zu simplifizierten Objekten überarbeitet.

Die Künstlerin Evi Abererer-Grass war für die Gestaltung der Fenster der Apsis verantwortlich. Die Form erinnert an das Richter Fenster im Original-Dom. Im Modellbau bestehen die Fenster aus polygonen Formen. Jedes dieser Fenster stellt eine der vier Jahreszeiten dar. In Summe besitzt der Dom 89 Glasfenster.

Vierungsturm

Die Vierung ist die Kreuzung zwischen Langhaus und Querschiff. Der darauf befindliche Turm wird Vierungsturm genannt. Der im Modellbau verwendete Turm fällt durch seine filigrane Skelettbauweise auf. Er besteht aus 41 Komponenten mit teils komplexen Winkel und Gährungen und weist eine Höhe von über einem Meter auf. Aufgrund seiner schlanken Bauweise konnten die Teile nicht verschraubt, sondern mussten verklebt werden.